Schnell erledigt!


Wer kennt das nicht? Schmutziges Geschirr stapelt sich in der Spüle, der Wäscheständer steht seit Tagen einfach nur im Weg herum, der Müllsack ist kurz vorm Überquellen, und die Zimmerpflanzen lassen auch schon die Blätter hängen. Der Alltag ist eigentlich mit Arbeit und Familie schon voll genug, aber die lästige Hausarbeit scheint einfach nie ein Ende zu nehmen. Sie vermiest einem die wenigen freien Minuten, die einem zwischen all den täglichen Aufgaben und Terminen noch bleiben. Dabei braucht es gar nicht viel, um das Gefühl von Ordnung und Kontrolle zurückzugewinnen. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich der Haushalt beinahe nebenbei in Schwung halten.

Die 60-Sekunden-Regel – Geheimwaffe gegen Aufschieberitis

Besonders wirksam ist die 60-Sekunden-Regel. Sie besagt, dass alles, was in höchstens einer Minute erledigt werden kann, sofort gemacht wird: nicht später, nicht morgen, sondern einfach jetzt.
Das mag banal klingen, wirkt aber tatsächlich wahre Wunder. Denn viele der Aufgaben, die uns im Alltag nerven,
wären für sich betrachtet eigentlich rasch erledigt:

  • den Esstisch sauberwischen,
  • das Handtuch nach dem Duschen wieder aufhängen,
  • die benutzte Kaffeetasse in die Spülmaschine stellen,
  • Post und Werbeflyer ins Altpapier geben,
  • den Müllsack mitnehmen, wenn man ohnehin zur Tür hinausgeht.

Jede dieser Mini-Aufgaben dauert kaum länger als 60 Sekunden, aber alle gemeinsam summieren sich, wenn sie erledigt wurden, zu einem erstaunlich großen Effekt: Die Wohnung bleibt spürbar ordentlicher, und das lästige Gefühl, ständig aufräumen zu müssen, erspart man sich damit ebenfalls.

Doppelt moppeln: Wege & Stehzeiten nutzen

Ein weiterer einfacher, aber wirkungsvoller Tipp: Niemals mit leeren Händen durch die Wohnung gehen. Wer ohnehin von einem Zimmer ins andere geht, kann auch etwas mitnehmen, das dorthin gehört: ein Buch, eine Wasserflasche, eine Jacke. So erledigen sich kleine Aufgaben ganz nebenbei, ohne dass es sich nach zusätzlicher Arbeit anfühlt.
Auch Stehzeiten kann man nach diesem Prinzip sinnvoll nutzen: Während man zum Beispiel vor der Kaffeemaschine auf eine frische Ladung Koffein wartet, kann man gewaschenes Geschirr wegräumen, kurz über die Arbeitsfläche wischen, Pflanzen gießen oder den Frischegrad des Obstschüsselinhalts inspizieren. Denn für nebenher Erledigtes müssen keine Extra-Zeiten eingeplant werden.

Kleine Routinen, große Wirkung

Generell gilt: Je mehr kleine Handgriffe selbstverständlich sind, desto „automatischer“ bleibt der Haushalt in Schuss. Wer sich angewöhnt, Dinge direkt nach deren Gebrauch wieder an ihren Platz zu legen, erspart sich späteres Chaos. Zeitung fertig gelesen? Auf den Stapel oder ins Altpapier damit. Schuhe ausgezogen? Gleich ins Regal stellen. Geschirr benutzt? Gleich direkt in die Spülmaschine stellen. Solche Kleinigkeiten verhindern, dass sich Unordnung überhaupt erst bildet.
Und das Beste: Ordnung zieht Ordnung an. Wer sich morgens nicht seinen Weg durchs Chaos bahnen muss, der startet automatisch entspannter und aufgeräumter in den Tag. Und wer nach einem langen, anstregenden Tag in ein aufgeräumtes Zuhause kommt, dem fällt es leichter, abzuschalten und zur Ruhe zu kommen.

Und was ist mit dem Weihnachtsputz?

Natürlich lassen sich nicht alle Hausarbeiten nebenher erledigen. Psychologisch betrachtet unterstützen die 60-Sekunden-Regel und deren hilfreiche Kollegen aber auch beim demnächst anstehenden Weihnachtsputz: Sie reduzieren nicht nur den zeitlichen Aufwand, sondern senken vor allem auch die Zugangshürde, diesen überhaupt in Angriff zu nehmen. Herrscht generell Unordnung, scheint der Aufräumaufwand so riesig, dass man lieber gar nicht erst loslegt. Wer kleine Aufgaben regelmäßig sofort erledigt, für den fallen auch Großputzaktionen deutlich beschaulicher aus.

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